STP (Spanning Tree Protocol)

Werden mehrere Switches über redundante Wege miteinander verbunden, die nicht das STP-Protokoll unterstützen, so kommt es zur Schleifenbildung. Diese Schleife verursacht extreme Performace-Einbrüche, welche bis zum Komplettausfall des Netzwerkes führen können.

Die einzige Möglichkeit das Netzwerk zu stabilisierenbesteht darin die redundanten Verbindung zu trennen. Und genau dies macht der Spanning-Tree-Algoritmus der im Spanning Tree Protocol implementiert ist. Das STP ermittelt redundante Netzwerk-Wege zwischen Switchen, und sperrt zeitweilig einzelne Ports, damit es nicht zur Schleifenbildung kommt. Fällt nun eine Verbindung aus, für die auch über ein redundanten Weg existiert, wird automatisch der gesperrte Port freigegeben.

Durch Weiterentwicklungen des STP zum RSTP (Rapid-Spanning-Tree-Protocol) wurde die Umschaltzeit von ca. 30 Sekunden auf unter eine Sekunde reduziert. Beide Protokolle sind nach IEEE 802.1d (STP) und IEEE 802.1w (RSTP) weltweit standardisiert.

 

Beispiel für eine geswitchte Umgebungen
mit redundanten LAN-Verbindungen bei aktiven STP

Alle LAN-Verbindungen in Ordnung:

redundant geswitchte Umgebungen

 

 

Nach Verbindungsausfall und erfolgter automatischer Umschaltung:

redundant geswitchte Umgebungen