Microsoft Digital Trends 2015: Wunsch nach Transparenz und Mitgestaltung

Technologie ist im 21. Jahrhundert allgegenwärtig und Verbraucher nutzen diese intuitiv, um ihren Alltag zu organisieren. Microsoft hat in einer aktuellen Digital-Trends-Studie die Erwartungen der Nutzer an Technologie und Onlineservices analysiert. Aus den Ergebnissen der in 13 Ländern durchgeführten Studie mit insgesamt 13.000 Teilnehmern lassen sich die Wechselbeziehungen von Konsumenten, Geräten, Plattformen und Anwendungen ablesen.

Onlinenutzer verstehen ihre Daten als Währung für relevante Inhalte

Die im Zwei-Jahres-Rhythmus erscheinende Studie zeigt auf, dass sich knapp die Hälfte der Deutschen digitale Services wünscht, die eingehende Nachrichten filtern. Zwei Drittel benötigen dagegen Dienste, um die Menge an Online-Informationen zu organisieren. Über drei Viertel der Deutschen sind sich über den Wert ihrer digitalen Daten bewusst und wissen, dass diese für eine bessere Nutzererfahrung oder einen Gegenwert eingetauscht werden können. Dabei zeigt fast jeder Zweite Interesse daran, Informationen gegen eine Entlohnung einzutauschen – vorausgesetzt, es wird offengelegt, wofür die Daten benutzt werden.

Für Deutschland relevante Themen

IntelligentlyON: Durch das Internet und die stetig ansteigende Anzahl an Onlineservices stehen uns gigantische Mengen an Informationen zur Verfügung. Um der Informationsflut Herr zu werden, wünscht sich fast jeder zweite Nutzer in Deutschland eine Technologie, die es ermöglicht, Inhalte direkt nach den eigenen persönlichen Interessen zu filtern und nach Relevanz zu organisieren.

Realität neu definiert: Moderne Verbraucher werden immer anspruchsvoller. Neben dem erweiterten audiovisuellen Erlebnis wünscht sich fast jeder Zweite Geräte und Services, die es ermöglichen, die Grenzen zwischen digitaler und physikalischer Lebenswelt aufzuheben. Unternehmen, die es schaffen, eine Brücke zwischen diesen Lebenswelten zu schlagen und die Konsumenten sowohl online als auch offline erreichen, stehen vor einem großen Potenzial, da bislang nur neun Prozent der Deutschen diese Dienste nutzen.

Recht auf Identität: Unser digitaler Fußabdruck wächst heutzutage mit jeder Sekunde, die wir online sind. Verbraucher wünschen sich deshalb ein höheres Maß an Kontrolle über ihr digitales Abbild: 70 Prozent der Deutschen sind interessiert an digitalen Diensten, die sie dabei unterstützen, ihre persönlichen Daten zu kontrollieren. Darüber hinaus wollen 57 Prozent selbst entscheiden, wie lange bestimmte Inhalte und Informationen online erscheinen.

Life Analytics: Selftracking ist für die einen ein Impuls der Neugierde, für die anderen aber ein Hilfsmittel, sich Lebensweisen bewusst zu machen und einen gesünderen Weg einzuschlagen – egal ob bei täglichen Schritten, Trainingseinheiten, Kalorien oder Schlaf. Klar ist, dass Selftracking-Dienste und Wearables immer interessanter werden: Während 2013 noch 41 Prozent der Deutschen angaben, noch nie ein Selftracking-Gerät oder -Service genutzt zu haben, sind es nach der aktuellen Digital-Trends-Studie nur noch 25 Prozent, die damit bisher keine Berührungspunkte hatten.

The New Age of Discovery: Anregungen und Angebote zu erhalten, die auf die persönlichen Interessen zugeschnitten sind, wünschen sich 37 Prozent der Nutzer. Marken sind besonders gefragt: Mehr als jeder Dritte erwartet, dass Unternehmen die Bedürfnisse ihrer Kunden kennen, damit diese Vorschläge für neue Produkte und Services erhalten.

Nischennetzwerke: Standardnetzwerke werden immer uninteressanter. Gefragt sind dagegen Soziale Netzwerke, die auf spezielle Interessen der Nutzer maßgeschneidert sind: 38 Prozent der Deutschen wünschen sich Nischennetzwerke, die den Austausch zu einem bestimmten Thema erleichtern.

Raum für Kreativität: In Deutschland interessiert sich mehr als jeder Dritte für anpassbare Services und Produkte. Verbraucher möchten also zunehmend Einfluss nehmen und ihr digitales Leben mitgestalten. Und den Verbraucher bei der Gestaltung zu beteiligen, zahlt sich aus: 54 Prozent der deutschen Konsumenten geben an, dass sie eher bei einem Unternehmen einkaufen, das ihnen ermöglicht, Produkte mitzugestalten, als bei Unternehmen, die diese Möglichkeit nicht bieten.