Virtualisierung

In der IT sind Cloud Computing und Virtualisierung momentan zentrale Themen. Damit sollen Kosten gespart, Kapazitäten besser genutzt, die Verfügbarkeit erhöht und die Flexibilität gesteigert werden.

Im Bereich der Virtualisierung gibt es darüber hinaus eine große Produktvielfalt. Ging es vor ein paar Jahren darum, lediglich einzelne Computer virtuell in besonderen Szenarien zu betreiben, hat sich der Bereich der Virtualisierung inzwischen stark verändert. Für zahlreiche IT-Bereiche sind mittlerweile virtualisierte Angebote verfügbar.

 

Was bedeutet Virtualisierung überhaupt?

Virtualisierung bezeichnet eine Abstraktionsschicht, die so genannte Virtualisierungssoftware, die sich zwischen Anwendungen und Ressourcen logisch einfügt, um die Hardware zu verstecken. So ist es möglich, die Ressourcen eines Computers aufzuteilen und mithilfe der Virtualisierungssoftware virtuelle Umgebungen (virtuelle Maschinen) von der physischen Hardware zu isolieren.

So wird es ermöglicht, auf einer physischen Hardware – auch Host genannt – mehrere virtuelle Maschinen (VM) zu betreiben, die sich dann die Ressourcen des Hosts teilen. Dabei verhalten sich die VMs, als würde man sie auf einer physischen Hardware ausführen, so dass die Anwendungen auf den virtuellen Maschinen keinerlei Unterschied oder Veränderung registrieren. Dank der stetig steigenden Leistungsfähigkeit aktueller Hardware können mittlerweile sogar mehr als zehn VMs auf einer Hardware betrieben werden.

Letztendlich sind virtuelle Maschinen nichts anderes als eine große Datei, in der sich der komplette Inhalt einer simulierten Maschine befindet. Diese Datei lässt sich schließlich auch auf andere physische Hardware übertragen und kann auch dort gestartet werde, weil die virtuelle Hardware unverändert bleibt.

 

Welche Vorteile bieten Virtualisierungslösungen von Microsoft?

Microsoft bietet ein sehr umfassendes und perfekt aufeinander abgestimmtes Portfolio von Virtualisierungslösungen an. Dabei vereint es gekonnt das Know-how, das Microsoft in mehr als 25 Jahren im Bereich von Anwendungen, Servern und Desktops aufgebaut hat. Unternehmen kommen darüber hinaus bei der Nutzung der Microsoft-Plattform in den Genuss zahlreicher Vorteile:

 

 Welche Arten von Virtualisierung gibt es?

  1. Desktopvirtualisierung
    Die Desktopvirtualisierung stellt lokal auf dem Desktop eigenständige Betriebssystemumgebungen in virtuellen Maschinen bereit. Anwendungen, die für eine ältere Betriebssystemumgebung konzipiert sind, können dadurch auf einer modernen Host-Plattform weiterverwendet werden. Genauso erhalten Administratoren und Entwickler die Gelegenheit, komplette PC-Konfigurationen (Betriebssystem inklusive Anwendungen) jeweils in einer isolierten Gastumgebung auszutesten.
  2. Virtual Desktop Infrastructure (VDI)
    Bei der Virtual Desktop Infrastructure, die auch als VDI bezeichnet wird, handelt es sich um eine zentralisierte Architektur zur Desktopbereitstellung mithilfe einer serverbasierten Desktopvirtualisierung. Hierbei laufen Clients als virtuelle Maschinen (VMs) auf Virtualisierungsservern in einem zentralen Rechenzentrum und interagieren mit dem PC oder Thin-Client des Benutzers. So ermöglicht VDI es, die komplette Clientumgebung von Benutzern zu virtualisieren und zu zentralisieren.
  3. Präsentationsvirtualisierung
    Bei der Präsentationsvirtualisierung in Form der Remotedesktopdienste von Windows Server 2008 R2 wird die eigentliche Verarbeitung von der grafischen Ausgabe sowie Tastatur- und Maus-Eingaben getrennt. Das ermöglicht es, Anwendungen an zentraler Stelle bereitzustellen und ablaufen zu lassen, während die Nutzung dezentral in anderen Standorten erfolgt. Die Präsentationsvirtualisierung kann einzelne Anwendungen oder auch einen kompletten Desktop bereitstellen, der dann mehrere Anwendungen anbietet.
  4. Anwendungssvirtualisierung
    Die Anwendungsvirtualisierung trennt bei einer Desktopumgebung die Anwendungsbereitstellung und -konfiguration von dem darunter befindlichen Betriebssystem. So entfallen klassische Installationen, was Versionskonflikte reduziert sowie die Bereitstellung von Anwendungen und Updates beschleunigt. Gleichzeitig werden Inkompatibilitäten zwischen Anwendungen behoben, die in derselben Instanz eines Betriebssystems installiert sind. Dies erlaubt den problemlosen Parallelbetrieb mehrerer Versionen derselben Anwendung auf einem Computer.